Leistungen · Zahnersatz

Heraus­nehmbarer Zahnersatz

Nicht das Weniger, sondern der Weg, der zu Ihrer Situation passt.

Fehlen mehrere Zähne oder trägt ein Kiefer kaum noch, ist eine herausnehmbare Versorgung oft nicht die zweitbeste Lösung, sondern die richtige: Teilprothese, Vollprothese oder eine Prothese auf Implantaten. Wir erklären, was wofür passt.

Ruhiges Porträt einer Patientin im Tageslicht (Symbolbild)
Herausnehmbar heißt nicht: das Weniger

von 14 Leistungen

ProtheseTeilprotheseZahnersatz

Wenn viele Zähne fehlen oder ein Kiefer kaum noch trägt

Manche tragen eine Lücke jahrelang mit sich herum, lachen mit geschlossenem Mund, halten beim Sprechen die Hand vor den Mund. Dazu kommt oft eine stille Gleichung, die kaum jemand ausspricht: Prothese gleich alt. Beides stimmt so nicht: Zahnverlust hat viele Ursachen und ist weit häufiger, als die geschlossenen Münder im Alltag vermuten lassen. Bei uns zählt nicht, wie es dazu kam. Es zählt, was jetzt der beste Weg ist.

Herausnehmbarer Zahnersatz ist dabei nicht automatisch die schwächere Lösung. Für den zahnlosen Unterkiefer etwa gilt die implantatgetragene Prothese fachlich als erste Wahl, kein Kompromiss. Wo eine festsitzende Versorgung infrage kommt, finden Sie die Optionen beim Festsitzenden Zahnersatz; die ehrliche Abwägung zwischen beiden Wegen steht weiter unten auf dieser Seite.

Wie es für Sie ablaufen würde

  1. Befund & Erklärung.

    Wir besprechen gemeinsam, welche Variante zu Ihrer Situation passt.

  2. Kostenplan & Antragstellung.

    Wir erstellen den Heil- und Kostenplan und reichen ihn bei Ihrer Krankenkasse ein, das übernehmen wir für Sie.

  3. Abformung & Anprobe im Wachs.

    Sie sehen Form, Farbe und Zahnstellung vorab und entscheiden mit, bevor etwas fertiggestellt wird.

  4. Fertigung im Labor.

    Ihre abgestimmten Wünsche gehen ins Partnerlabor.

  5. Eingliederung & Kontrolle.

    Passgenau einsetzen, danach ein eigener Termin für eventuelle Druckstellen.

Symbolbild

Sicher zubeißen, frei sprechen, unbefangen lachen.Eine gut sitzende Prothese ist kein Zugeständnis. Sie ist eine Lösung, die passt.

Was es kostet

Was herausnehmbarer Zahnersatz kostet, hängt vor allem von der gewählten Bauform ab: eine Modellgussprothese mit sichtbaren Klammern, eine Teleskopprothese ohne sichtbares Metall oder eine Prothese auf Implantaten.

Auch hier zahlt die gesetzliche Kasse keinen Anteil der Rechnung, sondern einen festen Zuschuss je nach Befund. Bei herausnehmbarem Zahnersatz ist die andersartige Versorgung der häufigste Fall überhaupt: Entscheiden Sie sich statt der vorgesehenen Modellgussprothese für ein Teleskop oder für Implantate, zahlt die Kasse trotzdem nur den Zuschuss der Standardlösung, der Unterschied ist der Mehrkomfort, den Sie selbst tragen.

Vor Beginn erstellen wir einen vollständigen Heil- und Kostenplan. Und weil eine Prothese kein einmaliges Ereignis ist, sondern ein Lebenszyklus: Spätere Unterfütterungen, die den sich verändernden Kiefer ausgleichen, sind keine Reparatur, sondern eine geplante, eigene Position, auch das besprechen wir vorab.

Was das für Sie konkret bedeutet, klären wir im Beratungsgespräch.

Wann etwas anderes besser ist

Innerhalb der herausnehmbaren Lösungen gibt es selbst noch einmal eine Steigerung: Die Teleskopprothese hält ohne sichtbares Metall und sitzt spürbar komfortabler als die Modellgussprothese mit ihren Klammern, dafür müssen die verbliebenen Pfeilerzähne überkront werden. Der Vergleich beider Wege steht weiter unten auf dieser Seite.

Reicht es für eine feste Versorgung, oder fehlt nur ein Zahn?

Festsitzender Zahnersatz

Sind genug tragfähige Zähne oder Knochen vorhanden, oder fehlt nur eine einzelne Lücke, ist eine festsitzende Versorgung oft die naheliegendere Wahl. Die Optionen stehen beim Festsitzenden Zahnersatz.

Braucht Zahnfleisch oder Knochen zuerst Behandlung?

Parodontitis-Behandlung

Ein Implantat oder eine Teleskopprothese setzt gesundes Zahnfleisch und ausreichend Knochen voraus. Ist beides angegriffen, steht die Behandlung davor. Mehr bei der Parodontitis-Behandlung.

Ist der Zahn trotz Schaden noch zu retten?

Wurzelbehandlung

Manchmal ist der Erhalt eines einzelnen Zahns die substanzschonendere Wahl, bevor über eine Prothese nachgedacht wird. Was dabei möglich ist, steht bei der Wurzelbehandlung.

Herausnehmbar ist damit kein Rückschritt, sondern eine von mehreren richtigen Antworten, welche es bei Ihnen ist, klären wir gemeinsam.

Ob eine herausnehmbare Versorgung für Sie der richtige Weg ist oder etwas anderes, klären wir gemeinsam.

Zahngesundheit verstehen, Entscheidung leben.

Modellguss oder Teleskop: die Teilprothese im Vergleich

Innerhalb der Teilprothese gibt es einen Versatz, der selten ausgesprochen wird: mehr sichtbares Metall gegen mehr Tragekomfort.

Modellgussprothese

Bewährt, mit sichtbaren Klammern

Hält
Über Klammern an den verbliebenen Zähnen
Aufwand
Die einfachere, solide Form
Passt, wenn
sichtbares Metall Sie nicht stört oder die Pfeiler eine Überkronung nicht tragen

Teleskopprothese

Kein sichtbares Metall, mehr Komfort

Hält
Über ineinandergreifende Doppelkronen, durch Reibung
Aufwand
Die Pfeilerzähne werden dafür überkront
Passt, wenn
tragfähige Restzähne vorhanden sind und Tragekomfort im Vordergrund steht

Wenn Sie es genauer wissen möchten

Muss die Prothese nachts raus?

Das kommt auf die Größe an. Bei einer kleinen Prothese, die nur eine Lücke schließt, folgen wir der üblichen Empfehlung: nachts heraus, damit sich die Schleimhaut erholt. Bei einer Vollprothese oder einer großflächigen Versorgung empfehlen wir dagegen, sie auch nachts im Mund zu lassen, weil sie den Biss abstützt, dafür ist die gründliche tägliche Reinigung und ein aufmerksamer Blick auf gerötete Stellen dann umso wichtiger.

Wie lange dauert die Eingewöhnung?

Eine neue Prothese fühlt sich anfangs fremd an, das legt sich mit der Zeit. Sprechen und Kauen brauchen ein paar Tage Übung, meist reicht dafür wenig Geduld.

Was, wenn die Prothese nicht mehr richtig hält?

Haftcreme kann kurzfristig helfen, ersetzt aber keine gut sitzende Prothese. Meist hat sich der Kiefer verändert, und eine Unterfütterung steht an, das ist normal und eingeplant, kein Versäumnis. Manchmal stecken andere Gründe dahinter, deshalb sehen wir es uns an, statt es zu vermuten.

Bin ich zwischendurch ohne Zähne?

In aller Regel nicht. Muss ein Zahn gezogen werden, kann eine Übergangsprothese schon vorher angefertigt und direkt danach eingesetzt werden. Diese Übergangsversorgung ist Teil des Behandlungsplans und steht von Anfang an im Kostenplan.

Wie viele Termine braucht eine neue Prothese?

In der Regel vier bis fünf, über mehrere Wochen verteilt, weil dazwischen jeweils die Arbeit im Labor liegt. Bei einer Prothese auf Implantaten kommen Planung, der chirurgische Termin beim Partner und eine Einheilzeit dazu.

Wie lange hält eine Prothese?

Eine Prothese ist kein „Einsetzen und fertig", sondern begleitet Sie über Jahre: mit Unterfütterungen, die den sich verändernden Kiefer ausgleichen, und einer Erneuerung irgendwann. Implantate gehören zu den langlebigen Versorgungen; eine Teleskopprothese hält so lange, wie ihre Pfeilerzähne gesund bleiben.

Wir finden die Versorgung, die zu Ihnen passt