Leistungen · Schienen & besondere Behandlungen

Laser­zahnmedizin

Schonender behandeln, wo es etwas bringt, ehrlich, wo nicht.

Der Laser arbeitet mit gebündeltem Licht, wo sonst Bohrer oder Skalpell arbeiten, und verstärkt im Wurzelkanal die Spülung: punktgenau, oft ohne Vibration, bei der Kariesentfernung häufig ohne Betäubung. Er macht nicht jede Behandlung automatisch besser, aber viele davon spürbar angenehmer; wo das nicht so ist, sagen wir es.

Ruhiges Porträt einer Patientin im Tageslicht (Symbolbild)
Wir sagen offen, ob eine Laserbehandlung für Sie das Richtige ist

von 14 Leistungen

LaserzahnmedizinErbium-LaserDiodenlaser

Ein anderes Werkzeug für die Stellen, an denen es zählt

Vielleicht haben Sie schon von einer Zahnbehandlung mit Laser gehört und fragen sich, was das für Sie bedeuten würde. Viele verbinden damit zwei Gefühle zugleich: Erleichterung, weil manches auch ohne Bohrer oder Spritze geht, und eine leise Skepsis gegenüber großen Technik-Versprechen. Beide Gefühle sind berechtigt, und wir nehmen beide ernst.

Ein besseres Werkzeug macht dabei nicht automatisch jede Arbeit besser. Es macht sie an den richtigen Stellen schonender. Wo der Laser wirklich etwas für Sie tun kann, sagen wir das offen; wo die klassische Methode gleich gut oder sogar besser ist, sagen wir auch das.

Wie es für Sie ablaufen würde

  1. Befund & Eignung

    Meist gehört der Laser zu einer Behandlung, zu der Sie ohnehin bei uns sind. Im Befund schauen wir, ob er dort sinnvoll etwas für Sie tun kann.

  2. Aufklärung

    Wir sagen Ihnen, was sich mit dem Laser ändert, meist weniger Vibration, oft weniger Betäubung, und wo die klassische Methode gleich gut oder besser bleibt.

  3. Der Eingriff selbst

    Gehört der Laser zu einer anderen Behandlung, kommt er im selben Termin zum Einsatz. Alle im Raum tragen zum Schutz der Augen eine Laserschutzbrille.

  4. Abschluss mit Licht

    Viele Eingriffe schließen wir mit einer kurzen Runde Photobiomodulation ab: einem energiearmen Licht, das die Erholung danach unterstützt.

Symbolbild

Schonender, wo es etwas bringt,und die Gewissheit, dass wir es Ihnen sagen, wenn es das nicht tut.

Was es kostet

Der Laser ist in den meisten Behandlungen ein Werkzeug innerhalb einer anderen Behandlung, keine eigene Behandlung. Was er kostet, hängt deshalb nicht vom Laser selbst ab, sondern von der Behandlung, in der er eingesetzt wird.

Bei der Wurzelbehandlung und bei tiefen Zahnfleischtaschen ist der Laser eine eigenständige Zusatzleistung, die wir privat und schriftlich vereinbaren; Ihr Anspruch auf die Kassenbehandlung bleibt davon unberührt. Bei Füllungen setzen wir ihn ein, wenn Sie eine Füllung mit Mehrkostenvereinbarung wählen; der Laser-Anteil gehört dann zum privat vereinbarten Teil, zu einer reinen Kassenfüllung kommt er nicht dazu. Bei ohnehin privaten Behandlungen steht der Laser-Anteil als Teil des Ganzen im Kostenvoranschlag, ebenso die Photobiomodulation, das kurze Abschlusslicht nach vielen Eingriffen.

Ob und welche Kosten privat auf Sie zukommen, klären wir im Gespräch; Sie erhalten vorab einen schriftlichen Kostenvoranschlag, bevor etwas geschieht.

Wann etwas anderes besser ist

Der Laser ist kein Ersatz für die klassische Methode, sondern in bestimmten Situationen die sanftere Art, dasselbe zu erreichen. Wo Bohrer oder Skalpell gleich gut oder besser sind, sagen wir das, und setzen den Laser nicht ein, nur weil wir ihn haben.

Eine feste Grenze gilt für jede Versorgung, die von außen aufgesetzt wird: Für ein Inlay, eine Teilkrone oder eine Krone braucht der Zahn eine bestimmte, mit dem Bohrer geformte Wandform. Der Laser kann die Karies vorher entfernen. Die Präparation selbst übernimmt danach der Bohrer.

Steht eine Füllung, ein Inlay oder eine Krone an?

Der Bohrer

Für die Kariesentfernung bleibt der Bohrer bei uns die Standardmethode: schneller, mit besserer Rückmeldung über das erkrankte Gewebe, und für die Formgebung einer Versorgung ohnehin nötig. Mehr dazu bei den Füllungen & Inlays.

Braucht die Wurzel eine gründliche Desinfektion?

Wurzelbehandlung

In der Wurzelbehandlung reinigen wir den Kanal mit einer chemischen Spülung, die der Laser ergänzt, nicht ersetzt. Der vollständige Ablauf steht bei der Wurzelbehandlung.

Sind die Zahnfleischtaschen bereits tief und entzündet?

Parodontitis-Behandlung

Nur bei fortgeschrittener Parodontitis ist der Laser eine schonende Alternative zur Chirurgie. Bei der gewöhnlichen Reinigung setzen wir ihn bewusst nicht ein. Die Einordnung steht bei der Parodontitis-Behandlung.

Der Laser ist ein zusätzliches Werkzeug, kein Ersatz für das Handwerk. Er kommt dort zum Einsatz, wo er wirklich etwas für Sie tut.

Ob eine Laserbehandlung für Sie der richtige Weg ist oder etwas anderes, klären wir gemeinsam.

Zahngesundheit verstehen, Entscheidung leben.

Wenn Sie es genauer wissen möchten

Die Anwendungen, für die wir den Laser einsetzen

Der Laser ist bei uns meist Teil einer anderen Behandlung. Welcher Baustein für Sie infrage kommt, entscheidet der Befund, die meisten Menschen begegnen ihm nur an einer einzigen Stelle:

  • Karies entfernen, oft ohne Vibration und ohne Spritze; bei uns bleibt der Bohrer trotzdem die Standardmethode, der Laser ist die schonende Option auf Wunsch. Die Füllung hält danach nicht länger als nach dem Bohren.
  • Kleine Eingriffe am Zahnfleisch, ein störendes Bändchen, eine kleine Gewebeentnahme: geschnitten wird mit Licht statt mit der Klinge, meist ohne Naht.
  • Alte Keramikversorgungen lösen (Debonding): muss ein Veneer oder eine Krone erneuert werden, löst der Laser die Klebeschicht darunter, ohne die Versorgung herauszubohren.
  • Empfindliche Zahnhälse: der Laser kann überempfindliche Stellen unempfindlicher machen; das Ergebnis ist unterschiedlich, einen sicheren Erfolg versprechen wir nicht.
  • Herpes-Bläschen an der Lippe, früh erkannt, am besten schon beim ersten Kribbeln, lässt sich eine beginnende Läsion mit dem Laser behandeln.

Eine feste Grenze gilt für jede Versorgung, die von außen aufgesetzt wird: Für ein Inlay, eine Teilkrone oder eine Krone braucht der Zahn eine bestimmte, nur mit dem Bohrer geformte Wandform. Der Laser kann die Karies vorher entfernen, die Formgebung selbst übernimmt danach der Bohrer.

Photobiomodulation, das energiearme Licht am Ende vieler Eingriffe

Neben dem arbeitenden Laser setzen wir häufig noch ein zweites, energiearmes Licht ein: die Photobiomodulation, umgangssprachlich auch „Soft-Laser" genannt. Sie trägt nichts ab und schneidet nicht, sie lindert nach einem Eingriff die Schmerzen, und bei Eingriffen am Zahnfleisch unterstützt sie zusätzlich die frühe Heilung. Sie dauert nur kurz; wo sie dazugehört, steht sie mit im Kostenvoranschlag.

Am besten belegt ist diese Wirkung nach Eingriffen am Zahnfleisch; für andere Eingriffe gibt es erste Belege, die wir nicht größer machen, als sie sind.

Tut die Laserbehandlung weh, und brauche ich eine Spritze?

Oft kommen wir ohne Spritze aus, besonders bei der Kariesentfernung und bei kleinen Eingriffen, das ist einer der Vorteile. Schmerzfrei ist das aber nicht garantiert, und manches braucht weiterhin eine Betäubung. Was bei Ihrem Schritt zu erwarten ist, sagen wir vorher.

Warum tragen im Behandlungszimmer alle eine Schutzbrille?

Das ist kein Zeichen von Gefahr, sondern normaler Standard: Der gebündelte Lichtstrahl könnte bei direktem Blick das Auge schädigen, deshalb tragen Sie, wir und eine eventuelle Begleitperson eine Laserschutzbrille, solange der Laser läuft. Eine einzige Brille deckt dabei beide unserer Laser ab.

Wie lange dauert eine Laserbehandlung?

Das hängt von der Behandlung ab, zu der der Laser gehört. Ein kleiner Eingriff am Zahnfleisch ist meist mit einem einzigen, kurzen Termin erledigt, die Laser-Kariesentfernung findet im normalen Füllungstermin statt. Das Abtragen mit dem Laser geht zwar langsamer als mit dem Bohrer, dafür entfällt oft die Wartezeit auf die Betäubung. Unterm Strich hält sich der Zeitunterschied meist in Grenzen.

Ist eine Laserbehandlung auch für Kinder oder Angstpatienten geeignet?

Für Menschen, die den Bohrer oder die Spritze fürchten, ist der Laser oft eine spürbare Erleichterung: weniger Vibration, weniger Lärm, oft ohne Spritze. Ob er im Einzelfall passt, klären wir im Befund. Bei Kindern setzen wir ihn auf ausdrücklichen Elternwunsch ein; wie die Behandlung von Kindern grundsätzlich abläuft, steht bei der Kinderzahnheilkunde.

Was ist der Unterschied zwischen Ihren zwei Lasern?

Die Wellenlänge, und damit das, was das Licht erreicht. Der Erbium-Laser arbeitet mit Wasser und kann als einziger der beiden harte Zahnsubstanz und Knochen bearbeiten; am Weichgewebe schneidet er besonders schonend. Der Diodenlaser wird vom weichen Gewebe aufgenommen. Er schneidet und verödet am Zahnfleisch, desinfiziert in der Tiefe und übernimmt die Photobiomodulation.

Ein Befundtermin zeigt, ob der Laser für Sie infrage kommt