Wie lange ein Veneer hält, hängt vom Material, vom Klebeuntergrund und vom Alltag ab. Die allermeisten Keramik-Veneers sind auch nach zehn Jahren noch in Funktion; erneuert werden muss trotzdem jedes irgendwann. Ein Veneer klebt auf Zahnschmelz deutlich zuverlässiger als auf dem darunterliegenden Zahnbein, deshalb ist zu starkes Beschleifen nicht nur ein Substanzverlust, sondern auch ein Haltbarkeitsrisiko. Das ist der zweite Grund, schiefe Zähne lieber vorher geradezustellen.
„Reparierbar" heißt nicht „so gut wie neu". Frischer Kunststoff verbindet sich mit jahrealtem deutlich schlechter, eine Reparaturstelle bleibt eine Schwachstelle. Bei einem kleinen Randschaden ist die Reparatur trotzdem der richtige Weg, bei größerem die Neuanfertigung.
Zähneknirschen ist der wesentliche Risikofaktor: Bei Knirschern lösen sich Veneers häufiger, und sie fallen insgesamt häufiger aus. Eine Knirscherschiene senkt vor allem das Risiko, dass die Schale bricht, vorausgesetzt, sie wird getragen.
Sonst braucht ein Veneer keine besondere Pflege, aber ein paar Rücksichten: gute Mundhygiene, keine harten Sachen mit den Frontzähnen abbeißen, die regulären Kontrolltermine. Bei Komposit zusätzlich zurückhaltend mit stark färbenden Lebensmitteln. Und: Ein Veneer schützt nicht vor Karies, an einem schlecht gepflegten Rand kann neue entstehen.
In den ersten Tagen nach dem Beschleifen kann der Zahn empfindlich sein, vor allem auf Kälte; das klingt in aller Regel von selbst ab. Solange die Betäubung wirkt, essen und trinken Sie vorsichtig. Melden Sie sich, wenn ein Veneer abplatzt oder sich löst, eine Kante scharf wird oder der Zahn anhaltend schmerzt.
Wird ein Keramik-Veneer nach Jahren erneuert, lässt sich die alte Schale mit dem Dentallaser oft über die Klebeschicht lösen, ohne sie herauszubohren, das schont den Zahn; ob das im Einzelfall geht, hängt von Material und Befund ab. Wo wir den Laser sonst noch einsetzen, steht bei der Laserzahnmedizin.